Superkondensatoren sind zyklenfest, schnell ladbar und robust gegen Kälte, verlieren jedoch Spannung proportional zur Entladung und benötigen Spannungsregler. Dünnschichtbatterien halten Spannung konstanter, liefern aber begrenzte Zyklen und haben enge Temperaturfenster. Die Wahl hängt von Spitzenlasten, Lebensdauer, Größe und Sicherheitsanforderungen ab. Mischformen sind möglich: Ein kleiner Akku glättet, ein Supercap liefert Spitzenströme. Beachten Sie Ruheströme der Regler, Leckströme des Speichers und Sicherheitsmechanismen gegen Überladung oder Tiefentladung, besonders bei seltenem, starkem Energieeintrag.
Viele Harvesting-Pfade liefern anfangs zu wenig Spannung für komplexe Elektronik. Spezialisierte PMICs sammeln zuerst Energie im internen Kondensator und starten das System erst, wenn genug vorhanden ist. Definierte Startschwellen verhindern Reset-Schleifen. Danach gilt es, Anlaufströme von Funk und Sensorik zu zähmen, etwa durch Soft-Start, sequentielle Aktivierung und kurze Messfenster. Wenn möglich, nutzten Sie Hardware-Beschleuniger für kryptografische Aufgaben und DMA für Datentransfers, um Zeit wach zu minimieren. Dokumentierte Startprofile erleichtern Fehlersuche und Optimierung erheblich.
BLE punktet mit kurzer Verbindungszeit und weit verbreiteter Unterstützung, Zigbee mit Mesh-Fähigkeiten in vielen Smart-Home-Gateways. Thread bietet IPv6-Basis und wird durch Matter attraktiv. EnOcean ist speziell auf energieautarke Geräte ausgerichtet und ermöglicht batterielose Schalter, oft mit kinetischer Ernte. Die Entscheidung hängt von vorhandener Infrastruktur, Paketgröße, Latenz und Update-Strategien ab. Achten Sie auf Beacon-Intervalle, Sendeleistung und Retries. Messen Sie den Energiebedarf je Nachricht, statt theoretischen Versprechen zu vertrauen, und berücksichtigen Sie Gebäudegeometrie für realistische Reichweiten.
Viele Sensorwerte ändern sich selten. Senden Sie nur bei relevanten Ereignissen, Schwellenübertritten oder nach sinnvollen Intervallen. Bündeln Sie mehrere Messungen in einem Paket, wenn genug Energie vorhanden ist, und verzichten Sie bei knapper Energie auf Komfortdaten. Ein kurzer, präziser Pre-Check verhindert unnötige Funkstarts. Nutzen Sie Quittungen sparsam und setzen Sie auf robuste Kodierung, damit Wiederholungen selten nötig werden. Durch konsequentes Ereignisdenken sinkt der durchschnittliche Verbrauch drastisch, während die Nutzdatenqualität für Automationen erhalten bleibt oder sogar steigt.
Verschlüsselung und Authentifizierung sind unverzichtbar, müssen aber energieeffizient umgesetzt werden. Elliptische Kurven und AEAD-Verfahren bieten starken Schutz bei kurzen Schlüsseln und kompakten Headern. Hardware-Beschleuniger im Mikrocontroller reduzieren Rechenzeit und damit Stromspitzen. Schlüsselwechsel und Nonces sollten geplant, aber selten gesendet werden. Nutzen Sie sichere Inbetriebnahme-Rituale mit einmaligen Codes, um späteren Overhead zu sparen. Prüfen Sie, ob Gateway-seitige Entschlüsselung Last reduziert, ohne Sicherheit zu schwächen. Dokumentieren Sie Sicherheitsentscheidungen transparent, damit Wartung, Audits und Updates energiearm und nachvollziehbar bleiben.
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